Implantate

Seit 1998 implantieren wir. In der letzten Zeit haben wir uns auf ein Implantationsverfahren spezialisiert, das ein besonders schonendes Vorgehen erlaubt.

Die Minimal–Invasive–Methodik–der–Implantologie (MIMI)
kann verglichen werden mit der Schlüssellochchirurgie der Allgemeinmedizin. Im Gegensatz zu den klassischen zahnärztlichen Implantationsmethoden entfällt das Aufschneiden des Zahnfleisches und das Lösen der Knochenhaut vom Knochen. Die Knochenhaut ist sehr wichtig – sie trägt zu ca. 80% zur Ernährung des Knochens bei. Wird sie vom Knochen abgelöst, bekommt dieser einen Ernährungsschock. Ebenso entfällt eine zweite Operation, in der die Implantate nach der Einheilphase wieder freigelegt werden müssen. Der empfindliche Knochen wird wesentlich weniger gereizt.

Die Implantate können in bestimmten Fällen sofort mit einem Provisorium belastet werden. Nach ca. sieben Tagen ist die endgültige prothetische Versorgung (z.B. Kronen)  fertiggestellt und kann endgültig eingesetzt werden (Sofortbelastung).

Fallbeispiel: Es fehlen die letzten drei oder vier Zähne der Zahnreihe eines Kiefers. In der ersten Sitzung werden die Implantate nach dem MIMI Verfahren eingesetzt und sofort mit einem Provisorium versehen. Nach ca. einer Woche sind die Keramikkronen im zahntechnischen Labor fertiggestellt und können auf den Implantaten befestigt werden. Die Behandlung ist abgeschlossen unter dem Motto
„Feste Zähne in einer Woche!“

In diesem Fallbeispiel wäre eine herausnehmbare Teilprothese die wesentlich weniger komfortable Alternative. Oft befestigen wir auch Prothesen mit dem MIMI Verfahren.

Fallbeispiel: Ein Patient quält sich mit einer losen Unterkiefer-Totalprothese durchs Leben. Das Kauen fällt schwer, auswärts essen zu gehen oder einmal spontan Lachen zu können ist immer mit einem großen Unsicherheitsgefühl verbunden. In einem solchen Fall können wir einteilige Implantate in den Kiefer einsetzen. Diese sind am oberen Ende mit kleinen Kugeln versehen. Anschließend werden in derselben Sitzung sehr kleine „Schnapper“ in die vorhandene Prothese eingeklebt, die wie Druckknöpfe zusammen mit den Kugeln der Implantate die Prothese fest auf dem Kiefer halten nach dem Motto
„Feste Zähne an einem Tag!“
Zum Reinigen kann die Prothese mit etwas Übung leicht aus dem Mund genommen werden. Je nach Anzahl der Implantate kann der umlaufende Rand der Prothesen gekürzt werden, was einen wesentlich höheren Tragekomfort mit sich bringt. Im Oberkiefer können Totalprothesen auch wieder gaumenfrei gestaltet werden. Dadurch kann auch der Geschmacksinn wieder aufleben.

Sofortimplantationen
Ist ein Zahn nicht mehr zu retten und muss entfernt werden, besteht oft die Möglichkeit einer Sofortimplantation.

Fallbeispiel: Ein Zahn im sichtbaren Bereich ist unerwartet oder durch einen Unfall abgebrochen. Nach schonender Entfernung der verbliebenen Wurzel, wird sofort ein Implantat in den Knochen eingesetzt. Hierbei wird das Knochenfach, das die entfernte Wurzel hinterlässt, genutzt. Die Knochenheilung reduziert sich auf kleine Spalträume und schreitet viel rascher voran als das gesamte Ausheilen des Knochenfachs. Das Implantat wird in derselben Behandlung mit einem ästhetisch ansprechenden Provisorium versehen. Das Tragen einer lästigen Interimsprothese (auch Übergangsprothese genannt) entfällt völlig. Nach ca. acht Wochen erfolgt eine abschließende Versorgung des Implantats mit einer Keramikkrone. Eine Sofortimplantation, einschließlich abschließender Kronenversorgung, kann in einigen Fällen sogar preiswerter sein als eine entsprechende Brücke. Einer der zusätzlichen Vorteile ergibt sich daraus, dass die Nachbarzähne für eine Brückenversorgung nicht abgeschliffen werden müssen.

Implantationen nach dem MIMI Verfahren können aus den verschiedensten Gründen erstaunlich preiswert sein. Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

Bei spezieller Indikation besteht in unserer Praxis auch die Möglichkeit, nach den klassischen Methoden zu implantieren – es stehen mehrere Implantatsysteme zur Verfügung.